Archiv August 2019

Ein Abschied

Kindergarten Königreich in Weckbach

Am vergangenen Freitag war es dann soweit. Meine jüngere Tochter Pauline wurde aus dem Kindergarten Weckbach „geworfen“. Eine kleine Tradition des Kindergartens, der die Kinder zwiespätig entgegen fiebern. Einerseits wird damit symbolisch das Ende ihrer Kindergartenzeit begangen, andererseits wartet etwas völlig Neues auf sie.

Das hat man auch meiner Tochter angemerkt, die nun plötzlich darüber sinnierte, wie schön doch der Kindergarten sei und jeden Tag der letzten zwei Wochen auskostete.

Am Donnerstag fand dann die Übernachtung im Kindergarten statt. Nachtwanderung inklusive. Dieses Jahr waren es 10 Kinder, die dort schließen, was für unseren kleineren Weckbacher Kindergarten natürlich eine Menge ist. Da auch in Weilbach viele Kinder eingeschult werden, wird sich auch die Grundschule um eine Klasse vergrößern.

Am nächsten Morgen fand dann das traditionelle Frühsück mit den Eltern der Vorschulkinder statt. Die Eltern sammeln jedes Jahr Geld und schenken zum Abschied etwas dem Kindergarten. Bei meiner großen Tochter Helene planzten wir einen Birnenbaum, der bereits trägt und dieses Mal gab es einen modernen Bollerwagen, der für die Waldtage genutzt werde kann.

Birnbaumpfanzung 2017

Ein wenig Wehmut herrscht dann doch. Bei den Erzieherinnen fließen Tränen und auch so manches Kindergartenkind weiß nicht so Recht wohin mit sich. Mit kräftigen Schwüngen wir dann jedes Kind 1-2-3 und „Raus mit dir“ aus der Tür „geworfen“ und Schluß ist es mit dem Kindergarten.

Am 10. September findet dann die Einschulungsfeier statt.

Auf meinen scherzhaften Vorschlag hin, wurde dann noch die scheidende Elterbeiratsvorsitzende Angelina Schellenberger mit dem gestifteten Bollerwagen aus dem Kindergarten ‚geschoben/geworfen‘.

Transparenz in der Kommunalpolitik

Neulich las ich bei Stadtwatch über einen bloggenden Gemeinderat aus Wertheim. Das ist eine tolle Sache. Ich hatte mir das nach meiner Wahl in den Rat vorgenommen, musste dieses Projekt die letzten Jahre aber ruhen lassen. Bis vergangenen Weihnachten hatte ich meinen Blog abgeschaltet (mein erster Blog startete ca. 2008). Erst zu Beginn des Jahres haben ich wieder damit begonnen. Doch wie man sieht, sind es nicht wöchentliche  Berichte geworden. Viel zu selten habe ich die Muse längere Berichte zu schreiben.
 

Bild von bluebudgie auf Pixabay

 
Dennoch. Wie man Transparenz gegenüber den Bürgern herstellt, treibt mich schon länger um. Bisweilen hatte ich das bei Facebook getan. Fotos von Bauprojekten, kurze Berichte aus der Gemeinderatssitzung, Fragen von Facebook-Freunden beantworten (oft auch PNs). Aber kontinuierlich über jede Sitzung habe ich nicht berichtet.
 
Betrachtet man die Berichte in unserem gemeinsamen Amtsblatt zeigen sich einige Unterschiede zwischen den Ortschaften. So sind die Berichte aus Amorbach sehr ausführlich. Weilbach beschränkt sich auf das Nötigste. Es sei denn, der Bürgermeister hat ein Statement zu verkünden. Fragen und Wortmeldungen von Gemeinderäten werden selten gedruckt und wenn, dann ohne Namensnennung. Ich betrachte solche Fragen eigentlich als das Salz in der Suppe einer Gemeinderatssitzung. Und dann bitte auch mit Namensnennung, damit der Bürger vielleicht merkt, wer öfter sachliche Fragen stellt. Man ist schließlich kein Abnickergremium, sondern verfolgt auch eigene Projekte, leitet Wünsche weiter oder muss Dinge nachhaken.
 
Seltsam blutleer wirken manche Sitzungen daher in der Berichterstattung im Amtsblatt. Das Amtsblatt ist nicht der Raum, um Debatten darzustellen, aber in Zukunft muss hier mehr zu lesen sein. Ich denke man sollte sich in Zukunft an den Nachbarorten orientieren. Auch die Presseberichterstattung darf ruhig öfter die Wortmeldungen aufgreifen.
 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 
Zusätzlich halte ich es für sinnvoll, wenn einzelne Gemeinderäte und auch der Bürgermeister in den Sozialen Medien unterwegs sind und auch hier zeigen, was sie tun. Das ist natürlich ein weiterer zusätzlicher Zeitaufwand, den nicht jeder leisten kann oder will.
 
Das Feedback, welches ich hier erhalte, war aber bislang weitesgehend positiv. Erst so wird für viele deutlich, was so ein „normaler“ Gemeinderat für einen Terminkalender abarbeitet, um die eigene Gemeinde weiter zu bringen.
 
Dies und eine Portion Transparenz und Information für Bürger, die vielleicht nicht jeden Tag Zeitung und Amtsblatt studieren, kommen hinzu. Man muss die Leute eben dort treffen, wo sie sind. Heute gibt es viel weniger Stammtische, aber jeder checkt seinen Instagramfeed. Schauen wir mal, was hier in der kommenden Periode möglich ist.

Ferienspiele

Jedes Jahr beteiligt sich die SPD an den Ferienspielen der Marktgemeine Weilbach. Mir fällt dabei seit einigen Jahren die ehrenvolle Aufgabe zu, die obligatorische Schatzsuche zu leiten. Jeder der schon einmal einen mittelschweren Kindergeburtstag überstanden hat, kann nachvollziehen, wie viel Vorbereitung es benötigt, damit eine Hand voll Kinder einige Stunden beschäftigt sind.

Auch in diesem Jahr kombinierte ich Hinweise, Schatzkartenteile und eine abenteuerliche Geschichte zur Schatzsuche am Reuenthaler „Silber“-See. Den ersten Hinweis fanden die Kinder im See als Flaschenpost, dann ging es über Stock und Stein bis zur prall gefüllten Schatztruhe.

Natürlich waren auch die anderen Aktivitäten, wie Basteln, Bogenschießen, Stockbrot rösten und mit dem Schlauchboot über den See paddeln wieder im Angebot.

Der Nachmittag ist für mich immer wieder ein großer Spaß und natürlich freuen wir uns immer, wenn die Ferienkinder zufrieden von ihren Eltern wieder eingesammelt werden.

(Weiterführender Link: Bericht im Echo)